CAM - CNC-Oehler

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Computer Aided Manufacturing

2D-CAM

Einfache CAM-Programme, wie auch der von SIEMENS stammende "CAD-Reader" können über einen internen oder externen Postprozessor, aus einer 2D-Vektordatei, meist im DXF-Format, eine Kontur in DIN-Code (oder z.B. HH-Klartext) erzeugen. Diese Kontur beschränkt sich jedoch auf die Ebene, in der die Kontur erstellt wurde.
G17 Ebene XY
G18 Ebene ZX
G19 Ebene YZ
Diese Programme können kaum mehr als die "Konturrechner" der bekannten WOP-Lösungen.

3D-CAM
Diese CAM-Programme sind in der Lage aus einem 3-dimensionalen "Modell" Werkzeugpfade auch frei im Raum zu generieren. Hier gibt es deutliche Leistungsunterschiede, die sich in der Art der Führung des Werkzeuges an der Kontur, z.B. mit Vektoren differenzieren. Hier sind die stärksten Vertreter auch in der Lage steuerungsinterne Funktionen, wie etwa Transformationen (TRAORI) und Interpolationen der 3D-Bahnsteuerungen clever zu nutzen. Die Software-Hersteller nutzen dann ggf. sehr aufwändige Postprozessoren für die Umsetzung in ausführbaren NC-Code.

2,5D-CAM

Also doch eine halbe Dimension?

Der Begriff 2,5D-CAM entstand aus der Geschichte des CAM in Anlehnung an geschichtete Datenmodelle
Den meisten Anwendern war und ist die Leistungsfähigkeit eines reinen 2D-CAM's  (Konturrechner) nicht ausreichend. Ein vollwertiges 3D-CAM ist für die meisten Anwendungen jedoch zu aufwändig, zu teuer und meist auch gar nicht nötig.
Diese Lücke wurde und wird von sogenannten "2,5D-CAM"-Programmen geschlossen.
Diese Programme arbeiten nach einer Art Layer-Prinzip. Die Kontur/en, die in der Ebene definiert ist/sind, werden schichtweise bearbeitet.
Zusätzlich zur 2D-Kontur in der Ebene, kann hier also eine Zustellachse (ggf. auch interpolierend) programmiert werden.
In ihrer Funktionsweise ähneln diese CAM-Systeme den grafikunterstützten Programmieroberflächen (WOP) auf modernen CNC-Steuerungen, wie ShopMill und ShopTurn von Siemens, ManualGuide von Fanuc, oder smarT.NC von Heidenhain.
Auch hier wird in einer Ebene eine 2D-Kontur definiert und mit Hife von Zyklen bearbeitet. Das Werkzeug wird dabei nur senkrecht zur Konturebene bis zur nächsen Ebene zugestellt.
Die Zyklen arbeiten ausschließlich in der programmierten Ebene, die aber gedreht, gespiegelt und/oder skaliert werden kann.
Weil diese Programmierung die reine 2-dimensionale Programmierung deutlich übersteigt, aber dennoch keine vollwertige 3D-Programmierung mit Freiformflächen und orientierter Werkzeugführung erlaubt, wurde dafür hilfsweise der Begriff 2,5D (oder 2 1/2D) geprägt.
Für die Ausführung der ausgegebenen Programme ist in jedem Fall eine  3D-Bahnsteuerung nötig.

Mittlerweile wird der Begriff "2,5D" so oft widersprüchlich verwendet und gedeutet, wie es Autoren dazu gibt.
(Ich habe sogar schon von 2,5D-Interpolation gelesen, was immer dieser Autor sich auch darunter vorstellen mag...)


 
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