Achsen - CNC-Oehler

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Achsen

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Bei CNC-Maschinen wird zwischen verschiedenen Achsen unterschieden.
Die Einteilung erfolgt nach Art der Adressierung, Art der Ansteuerung, und Art der physischen und logischen Zuordnung.

Die Hauptachsen (Geometrieachsen) bestimmen ein rechtwinkliges, rechtsdrehendes Koordinatensystem. In diesem Koordinatensystem werden Werkzeugbewegungen programmiert.
In der NC-Technik werden die Hauptachsen als Geometrieachsen bezeichnet.
Umschaltbare Geometrieachsen
Mit der Funktion "Umschaltbare Geometrieachsen"  lässt sich der über Maschinendatum konfigurierte Geometrieachsverbund vom Teileprogramm aus verändern. Dabei kann eine als synchrone Zusatzachse definierte Kanalachse eine beliebige Geometrieachse ersetzen.

Zusatzachsen sind alle nicht für die Geometrische Abbildung nötigen Achsen (z.B. Magazin-Antriebs.Achse)
Maschinenachsen sind die realen (physischen) Achsen der Maschine. Ihnen sind direkt die entsprechenden Antriebe und Positionsgeber zugeordnet.
Kanalachsen sind alle einem Steuerungskanal zugeordneten Achsen.
Bahnachsen sind die an der Interpolation der Bahn beteiligten Achsen.
Synchronachsen fahren synchron zum Bahnweg von der Anfangsposition in die programmierte Endposition.
Positionierachsen werden getrennt interpoliert
, d. h. jede Positionierachse hat einen eigenen Achsinterpolator und einen eigenen Vorschub. Positionierachsen interpolieren nicht mit den Bahnachsen.  (Revolverantrieb, Laderachsen) Positionierachsen werden aus dem NC-Programm oder von der PLC verfahren. .
Kommandoachsen (Bewegungssynchronachsen) werden aus Synchronaktionen auf Grund eines Ereignisses (Kommandos) gestartet. Sie können vollkommen asynchron zum Teileprogramm positioniert, gestartet und gestoppt werden. Eine Achse kann nicht gleichzeitig aus dem Teileprogramm und aus Synchronaktionen bewegt werden. Kommandoachsen werden getrennt interpoliert, d. h. jede Kommandoachse hat einen eigenen Achsinterpolator und einen eigenen Vorschub.
PLC-Achsen werden von der PLC über spezielle Funktionsbausteine im Grundprogramm verfahren und können sich asynchron zu allen übrigen Achsen bewegen. Die Fahrbewegungen laufen losgelöst von Bahn- und Synchronbewegungen ab.
Link-Achsen
sind Achsen, die an einer anderen NCU physikalisch angeschlossen sind und deren Lageregelung unterliegen. Link-Achsen können dynamisch Kanälen einer anderen NCU zugeordnet werden. Link-Achsen sind aus Sicht einer bestimmten NCU nicht-lokale Achsen.  
Eine Lead-Linkachse ist eine Achse, die von einer NCU interpoliert und einer oder mehreren anderen NCUs als Leitachse für das Führen von Folgeachsen benutzt wird.

Siehe auch: "Programmierhandbuch Grundlagen" Siemens AG  03/2010  6FC5398-1BP20-1AA0

 
 
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